Protokoll

Berlin, den 20.06.2011

Protokoll der Mitgliedervollversammlung des Förderkreises Museum Knoblauchhaus vom 17.06.2011 im Stadtmuseum Berlin

Anwesenheit:

Vorstandsmitglieder:
Fr. Dr. E. Dunzendorfer, Frankfurt
Hr. N. Jonas, Pinneberg

Erweiterter Vorstand:
Hr. J. Dunzendorfer, Berlin
Hr. K. Mundinger, Laufenburg

Mitglieder: 14 (siehe Anwesenheitsliste)

Gäste:
Hr. W. Behm
Fr. E. Mundinger
Fr. Dr. F. Nentwig
Fr. A. Ruge

Vollmachten auf den Namen:
Eva Dunzendorfer 5
Barbara Fischborn 1
Henning Fischer 2
Niels Jonas 1
Reinhard Ruge 1
Barbara Seega 2

Beginn 17 Uhr
Hr. Jan Dunzendorfer stellt sich für das Protokoll zur Verfügung

TOP 1: Begrüßung

Fr. Eva Dunzendorfer stellt fest, dass die Einladung frist- und formgerecht ergangen ist und bedankt sich bei den Mitglieder, Gästen und insbesondere auch bei den Mitarbeitern der Stiftung Stadtmuseum.

TOP 2: Frau Dr. F. Nentwig begrüßt den Verein im Namen des Stadtmuseums.

Hervorzuheben ist dreierlei:
Zum einen, dass das Land Berlin eine landeseigene Immobiliengesellschaft gegründet hat, die sich unter anderem auch um das Knoblauchhaus kümmern wird. Welche Folgen die Auslagerung der Immobilie in eine GmbH haben wird, ist noch nicht abzusehen. Fr. Dr. Nentwig ist aber optimistisch, dass die Zusammenarbeit mit den neuen Ansprechpartnern zu aller Zufriedenheit ablaufen wird.
Zum anderen bleibt der kostenfreie Eintritt in das Knoblauchhaus ein Stein des Anstoßes, und Fr. Dr. Nentwig weiß nicht genau, wie lange dieser Status aufrecht erhalten werden kann. In Zeiten leerer Kassen macht ein kostenfreier Eintritt immer angreifbar.
Nichtsdestotrotz verteidigt Fr. Dr. Nentwig den kostenfreien Eintritt in jeder Hinsicht.
Zum dritten, die Kneipe im Haus: Die gesicherte Pacht ist für die Stadt noch immer die Messlatte aller Alternativvorschläge des Museums. Nicht zuletzt wird in dieser Rechnung immer auch die Investition in die technische Infrastruktur der Abzugs- und Klimaanlage ins Rennen geführt. Der laufende Pachtvertrag endet 2013 und bis dahin bleibt der Status Quo erhalten.
Den Jahresbericht zum Knoblauchhaus trägt Hr. Dr. Jan Mende vor:
Stand der Archivierung der Geschäftspost von Carl Hermann Knoblauch: Die Archivierung (Erhaltung der Briefe durch Einschlagen in Pergaminpapier und Aufbewahrung in säurefreien Mappen) ist fast abgeschlossen. Von über 1800 Briefen sind noch 200 Briefe zu bearbeiten. Alle Briefe sind mit einem Kurztitel versehen und nach Jahrgängen geordnet. Nun muss über die weitere Verwendung der Geschäftspost nachgedacht werden, z. B. über ein wirtschaftshistorisches Forschungsprojekt, das sich anhand des Fallbeispiels C. H. Knoblauch mit dem Seidenhandel beschäftigt und das mittelfristig zur Grundlage für eine Ausstellung werden könnte.
Die Fernuniversität Hagen hat das Knoblauchhaus als Kulisse für einen Lehrfilm genutzt.
Die Besucherblätter sind ins Englische, Spanische und Italienische übersetzt worden, russische und französische Versionen werden folgen.
Das Rollbureau wurde fertiggestellt und im September 2010 angeliefert und aufgestellt. Verschiedene Restaurierungen, Erneuerungen (Vorhänge in der Bibliothek) und Verschönerungen wurden vorgenommen. Die Ausgaben wurden aus Schenkungen, aus Mitteln des Fördervereines und aus den Einnahmen aus der Spendenbox bestritten.
Nach Abzug aller Ausgaben bleibt noch eine Restsumme auf dem Spendenkonto.
Weitere Vorhaben sind:
Eine Sonderpräsentation „Kleist im Knoblauchhaus“
Einrichtung der Studierstube mit Fußbodenbehandlung, Möbeleinrichtung u. a. m.
Flyer Nachauflage
Publikation in der Reihe „Museum in der Tasche"
Neuausstattung eines Hermann-Knoblauch-Raumes
Rekonstruktion des Figurenofens in der Bibliothek (langfristig)
Anfertigung weiterer Reproduktionen

TOP 3: Bericht des Vorstandes, Fr. Eva Dunzendorfer

Stand der Mitglieder: z. Zt. 63
Seit der letzten Versammlung hat es keine Veränderungen gegeben. Die Postkarten mit sehr schönen Motiven sind gedruckt und liegen im Ephraimpalais aus. Jeder hat mit der Einladung ein Muster bekommen. Neue Ausweise für die Jahre 2011 bis 2014 sind gedruckt worden, der erste Jahrgang wurde im Januar verschickt.

TOP 4: Jahresabschluss 2010 (erstellt von Hrn. Peter Knoblauch)

Überprüft und vorgetragen von Hrn. Dr. Udo Dunzendorfer. Trotz Ausgaben von beinah 10 000, 00 Euro verfügen wir über ein ausreichendes finanzielles Polster.

TOP 5: Entlastungen

Die Entlastung des Vorstandes erfolgt auf Antrag von Hrn. Udo Dunzendorfer ohne Gegenstimmen bei drei Enthaltungen
Genehmigung des Abschlusses von 2010 erfolgt einstimmig auf Antrag von Fr. Eva Dunzendorfer

TOP 6: Verschiedenes:

Frage von Hr. Niels Jonas: Wäre ein Band über das Knoblauchhaus in der Reihe „Museum in der Tasche“ möglich?
Das Format wird schon in der Nicolaikirche eingesetzt, es ist ein ca. 30 seitiges Booklet, das klein genug für die Jackentasche ist (kleiner als DIN A 6) und das für 4,50 Euro verkauft wird. Hr. Jan Mende schickt ein Muster an den Vorstand. Es gilt zu prüfen, inwieweit eine Investition in ein solches Booklet letztlich auch dem Knoblauchhaus zugutekommt. Gehen von den Einnahmen aus dem Verkauf auch Anteile an das Knoblauchhaus oder bleibt der Gewinn vollständig bei der GmbH? Es müsste ein Verkauf im Knoblauchhaus möglich sein. In Ermangelung einer Kasse und einer Kassenkraft ist ein Automat, z. B. ein umfunktionierter Zigarettenautomat denkbar. Hier sollte das Museum in den Tiefen seines Depots wühlen, vielleicht findet sich eine Lösung. Das Projekt wurde schon in die Liste weiterer Vorhaben aufgenommen. Hr. Udo Dunzendorfer gibt auch dieses Jahr zu bedenken, dass die Mitglieder und Förderer ausschließlich Privatpersonen sind. Keine Brauerei, kein Architekturbüro und kein Antiquitätenhandel fördern das Museum, vielleicht ergeben sich ja über die Arbeit an einem Hermann-Knoblauch-Zimmer Kontakte zur Elektro-Chemie, z. B. die ECH Elektrochemie Halle GmbH.

Der Termin für die nächste Jahreshauptversammlung ist auf Freitag den 15.6.2012 festgelegt, das ist nicht das Fronleichnamwochenende.

Der Sitzung folgt eine kurze Führung mit Hrn. Jan Mende durch das Knoblauchhaus, bei der er die Aktivitäten des vergangenen Jahres am Objekt vorführt und in der auch betont wird, dass die nächste Person, mit welcher Geschichte des Biedermeiers illustriert wird, Hermann Knoblauch aus Halle sein wird.

Jan Dunzendorfer